Werkstoffwissenschaften und Nanotechnologie - Zukunftstechnologien, in denen das Saarland was zu sagen hat

Peter Mertz beim Metallforum 2009
Grußwort von Herrn OStD Peter Mertz

Dieses Ergebnis lässt sich nach der 6. Fachtagung Metallforum Saar des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) festhalten, die am 6. Juli im Hotel Scheidberg in Wallerfangen stattfand.

Der Leiter der Veranstaltung, Herr Studiendirektor Peter Kaufmann vom LPM und die Mitveranstalter Frau Ingrid Lang von der ME Saar (Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes) sowie Herr Oberstudiendirektor Peter Mertz, Schulleiter des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums Dillingen konnten auch in diesem Jahr neben namhaften Experten aus Wissenschaft und Industrie ca. 120 Teilnehmer aus saarländischen Ausbildungsbetrieben und Berufsbildungszentren begrüßen.

 

Die Referenten der Universität des Saarlandes und aus der Industrie gaben in ihren Fachvorträgen den Stand der aktuellen Forschung und Entwicklung aus Nanotechnologie und Werkstoffwissenschaften sowie deren Umsetzung in technische Produkte wieder.

 

Die zur Umsetzung notwendigen Fachkräfte werden mit großem Engagement von den vielen saarländischen Ausbildungsbetrieben und Berufsbildungszentren ausgebildet. Aus diesem Grund wurden sowohl die Ausbilder als auch die Berufsschullehrer zu dieser Veranstaltung eingeladen.

 

Die Vortragsreihe eröffnete Prof. Dr. Frank Mücklich, Inhaber des Lehrstuhls für Funktionswerkstoffe an der Universität des Saarlandes mit dem Thema "Warum wir Werkstoffe besser in 3D verstehen - Gefügetomographie in Nanodimensionen zur Erforschung der mikrostrukturellen Bildungs- und Schädigungsprozesse". Prof. Dr. Frank Mücklich konzentriert sich mit seiner Arbeitsgruppe auf die Erforschung des räumlichen Gefügeaufbaus sowie die Funktionseigenschaften der Mikro- und Nanostruktur und deren Manipulation.

 

Dr. Bernd Valeske vom Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) berichtete über die "zerstörungsfreie Prüfung zur Qualitätssicherung in der Produktion und Fertigung und für den sicheren Betrieb von Bauteilen". Das IZFP befasst sich mit physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung, der Charakterisierung von Werkstoffen und mit der Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen und Anlagenkomponenten. Das wirtsschaftsnahe Institut arbeitet sehr eng mit der Industrie zusammen, wo die Arbeitsergebnisse überall dort eingesetzt werden, wo sicherheitstechnische Aussagen und Qualitätsnachweise gefordert sind.

 

Dr. Ralf Hubo, Leiter der Metallurgischen Abteilung der AG der Dillinger Hüttenwerke, gab mit seinem Vortrag "Das Klavier der Metallurgie" einen Überblick über die beiden wesentlichen Schritte der modernen Stahlherstellung und die wichtigsten Innovationen der vergangenen Jahrzehnte. Es wurde aufgezeigt, was Innovation bedeutet, wie ein Innovationsprozess abläuft und wie Innovationen in der industriellen Praxis umgesetzt werden. Neben bekannten großen Innovationen wurden Beispiele für die vielen kleinen alltäglichen Innovationen genannt. Die AG der Dillinger Hüttenwerke is einer der führenden Grobblechhersteller weltweit. Mit der stetigen Erweiterung der Ausbildungsressourcen und -möglichkeiten trägt das Unternehmen seinem hohen Bedarf an qualifizierten Nachwuschskräften sowie den gestiegenen Anforderungen durch High-Tech-Anlagen und modernste Verfahrenstechniken Rechnung.

 

Mit dem Vortrag "Nanotechnologie und ihre Anwendungen in der Metalltechnik" von Prof. Dr. Michael Veith vom Leibnitz-Institut für Neue Materialien (INM) wurde die Vortragsreihe abgeschlossen. Prof. Dr. Michael Veith ist Direktor und wissenschaftlicher Geschäftsführer am INM. Das INM betreibt grundlagen- und anwendungsorientierte Materialforschung - vom Molekül bis zur Pilotfertigung. Schwerpunkte sind die Forschungsfelder "Chemische Nanotechnologie" und "Nanomaterialien und Grenzflächen". Aus chemischem, physikalischem und biologischem Blickwinkel werden nanostrukturierte Materialien entwickelt und ihre Eigenschaften erforscht.

 

Zur Abrundung dieser gelungenen Veranstaltung hatten die Teilnehmer am Nachmittag die Möglichkeit, die AG der Dillinger Hüttenwerke, die Ford-Werke AG oder die Nemak Dillingen GmbH zu besichtigen. Aufgrund der hohen Qualität dieser Veranstaltung darf man sich bereits jetzt auf eine Fortsetzung der Fachtagung Metallforum Saar des LPM im kommenden Jahr freuen.

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